Der Lebenslauf ist für viele Unternehmen das zentrale Dokument einer Bewerbung. Hier verschaffst du den Arbeitgebern einen Überblick über deine Qualifikationen und deinen bisherigen Werdegang. Doch welche Informationen sind wirklich Pflicht? Und welche Angaben solltest du besser weglassen?
Pflichtangaben im Lebenslauf – Diese Informationen müssen rein
Ein Lebenslauf sollte so gestaltet sein, dass alle wichtigen Informationen auf den ersten Blick ersichtlich sind. Folgende Angaben dürfen in keinem Lebenslauf fehlen:
- Persönliche Daten: Dein vollständiger Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind unerlässlich. Diese Kontaktdaten ermöglichen es den Unternehmen, dich bei Rückfragen oder einem Vorstellungsgespräch zu erreichen.
- Beruflicher Werdegang: Hier listest du deine bisherigen beruflichen Stationen auf – beginnend mit der aktuellen oder letzten Position. Zu jeder Station gehören der Zeitraum, der Name des Unternehmens, die ausgeübte Position sowie eine kurze Beschreibung deiner Aufgaben und Erfolge.
- Ausbildung: Deine schulische und berufliche Ausbildung solltest du ebenfalls chronologisch angeben. Dazu gehören dein höchster Schulabschluss, Berufsausbildungen oder Studienabschlüsse mit Zeitangaben und Abschluss.
- Qualifikationen und Kenntnisse: Sprachkenntnisse, IT-Skills oder sonstige relevante Fähigkeiten dürfen nicht fehlen. Achte darauf, nur solche Fähigkeiten anzugeben, die für die angestrebte Stelle von Bedeutung sind.
Freiwillige persönliche Angaben – Kann, aber muss nicht
Neben den Pflichtangaben gibt es einige persönliche Informationen, die freiwillig angegeben werden können. Diese Angaben sind nicht zwingend erforderlich, können aber – je nach Job – ein positives Bild vermitteln:
- Geburtsdatum und -ort: Diese Angaben sind in Deutschland keine Pflicht mehr, können aber bei jungen Bewerber:innen sinnvoll sein, um den beruflichen Werdegang besser einzuordnen.
- Familienstand: Ob ledig, verheiratet oder in einer Partnerschaft – diese Information ist heutzutage nicht mehr notwendig. Sie kann jedoch bei internationalen Bewerbungen oder bestimmten Branchen von Interesse sein.
- Foto: Ein Bewerbungsfoto ist keine Pflichtangabe mehr. Trotzdem bevorzugen viele Arbeitgeber nach wie vor einen Lebenslauf mit Foto, da es einen persönlicheren Eindruck hinterlässt.
- LinkedIn- oder XING-Profil: Gerade bei digitalen Berufen oder in der Wirtschaft können Links zu beruflichen Netzwerken einen Mehrwert bieten.
Diese Angaben solltest du vermeiden
Einige Informationen gehören aus Datenschutzgründen oder zur Vermeidung von Diskriminierung nicht in den Lebenslauf:
- Politische oder religiöse Zugehörigkeit
- Gesundheitszustand oder Behinderungen (außer bei freiwilliger Offenlegung bei Schwerbehinderungen)
- Familienplanung oder Kinderwunsch
- Gehaltsvorstellungen (diese gehören eher in ein separates Gehaltsgespräch)
- Vorstrafen (es sei denn, sie sind für die ausgeschriebene Stelle relevant)
Aufbau des Lebenslaufs – So schaffst du Struktur
Ein übersichtlicher Aufbau ist das A und O bei der Gestaltung deines Lebenslaufs. Die folgenden Abschnitte haben sich als Standard etabliert:
- Persönliche Daten: Name, Kontaktdaten
- Berufserfahrung: In umgekehrter chronologischer Reihenfolge (aktueller Job zuerst)
- Ausbildung: Schulabschlüsse, Berufsausbildung, Studium
- Zusatzqualifikationen: Weiterbildungen, Sprachkurse, Zertifikate
- Kenntnisse & Fähigkeiten: IT-Skills, Sprachkenntnisse, sonstige Fähigkeiten
- Hobbys & Interessen (optional): Nur wenn sie einen Bezug zur angestrebten Stelle haben
Ein Lebenslauf sollte in der Regel nicht länger als zwei Seiten sein. Bei umfangreicher Berufserfahrung kann er sich jedoch auf drei Seiten erstrecken.
Tipps für einen überzeugenden Lebenslauf
- Halte den Lebenslauf immer aktuell.
- Passe den Lebenslauf individuell auf jede Bewerbung an.
- Vermeide Rechtschreibfehler.
- Verwende ein einheitliches, professionelles Design.
- Bleibe bei den Angaben ehrlich – falsche Informationen können schnell auffallen.
Gehaltsvorstellungen im Lebenslauf – ja oder nein?
Gehaltsvorstellungen gehören nicht in den Lebenslauf. Wenn Unternehmen diese Informationen wünschen, wird dies explizit in der Stellenausschreibung erwähnt. Dann solltest du die Gehaltsvorstellungen lieber im Anschreiben oder in einer separaten Gehaltsverhandlung angeben.
Fazit
Ein Lebenslauf ist das Aushängeschild deiner Bewerbung. Mit den richtigen Pflichtangaben, einem klaren Aufbau und einer übersichtlichen Struktur hinterlässt du bei Arbeitgebern einen positiven Eindruck. Verzichte auf unnötige Details und konzentriere dich auf das, was wirklich zählt – deine Qualifikationen, Erfahrungen und Stärken.
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